Februar/März 2009:
Am 28. Februar veranstaltete Jürgen für alle Führer von Ylkas Geschwistern ein Treffen, bei dem die JP-Vorbereitung eingehend besprochen wurde und die Fächer Wasser, Schussfestigkeit und Stöbern in der Praxis geübt wurden. Leider ließ das Interesse der Führer zu Wünschen übrig - neben mir mit Ylka waren nur 2 weitere Führer anwesend.
Was mit Ylka zur JP geübt wurde:
1. Hasenspuren
dieses Jahr mal wieder sehr problematisch: Ein hartnäckiger Winter gibt im
Februar gerade mal eine (!) Hasenspur her - danach ist gleich wieder alles
zugeschneit. Auch im März sieht es nicht viel besser aus, es bleibt
lediglich mal wieder bei den "Dämmerungshasen" die wir im Scheinwerferlicht
suchen müssen. Lediglich an weiteren 5 Abenden konnte Ylka eine brauchbare Hasenspur
geboten werden. Gut, dass wir schon im September/Oktober einige "Testhasen" gearbeitet
haben und der Hund auf den Drückjagden ordentlich Jagdpraxis sammeln konnte.
Zusätzliches Handicap war die
Tatsache, dass Ylka wochenlang humpelte - was Mitte Januar nach wundgelaufenen
Ballen aussieht, entpuppt sich als ca. 3 cm langer Holzsplitter, der Ende Februar
operativ aus dem Ballen am rechten Hinterlauf entfernt werden musste.
Der Groschen ist wohl bei einem der
letzten Hasen gefallen - erst ca. 2 Wochen vor der Prüfung entwickelte Ylka die
"wachteltypische Eigendynamik" und ging auch bei Reviergängen unaufgefordert
stöbern bzw. jagen.
2.-
Schussfestigkeit
Kein Problem: der Grundstein hierfür wurde bei den Arbeitsschritten im
Sept./Oktober gelegt - die Hündin kennt Jagd und Schussknall und sucht nach dem
Schuss die Umgebung passioniert ab.
3.-
Wasserfreude
Beim ersten Übungstermin zögert Ylka, am nur zur Hälfte aufgetauten Weiher ins
eiskalte Wasser einzusteigen. Wir bekommen das ganz schnell in den Griff - beim
nächsten Termin am Wasser haben wir eine aufgetaute Ente dabei, für die sich der
Hund natürlich interessiert. Der Trick bei der Sache ist: Zuerst wird der Hund
mit Nachdruck ins Wasser geschickt, erst dann wird die Ente als Belohnung ins
Wasser geworfen. Schon beim 2. Mal geht der Hund gerne ins Wasser, weil er dort
ja schon wieder die Belohnung in Form der geworfenen Ente bekommt. Bei den
nächsten Übungen am Wasser wird die Ente durch den Lieblingsspielball ersetzt -
der Hund aber immer erst nach dem Einsteigen damit belohnt ...
4.-
Stöbern
Die Hasenspuren der letzten Tage und die Jagdpraxis in der Drückjagdsaison
machen keine besonderen Stöberübungen nötig - nur 2 Mal wird vor der Prüfung
nochmal das oft erlebte Prozedere durchgespielt: Herrchen geht mit Rucksack und
Waffe an den Rand einer Dickung, legt den Hund ab, legt nach kurzer Wartezeit
die Stöberhalsung an und schickt den Hund dann mit einem lauten HUSSASSASA-Ruf
zum Stöbern...
5.-
Konditionstraining
Damit der Hund auf der JP volle Leistung bringen kann, muss er absolut fit sein.
Durch die Drückjagdeinsätze im Herbst/Winter ist ein Hund im Januar in der Regel
fit - diese Fitness muss danach aber unbedingt gehalten werden. Durch
Spaziergänge ist das in der Regel nicht optimal möglich. Bei uns wird deshalb
nach Möglichkeit zusätzlich zum täglichen Bewegungspensum Rad gefahren. Dieses
Jahr war dies aufgrund der Wetterlage nicht oft möglich, deshalb war der Hund
mehrmals in der Woche bei Reviergängen/Arbeiten im Wald zu Fuß neben Auto oder
Traktor unterwegs. 10 km im leichten Trab sind für den Hund absolut kein
Problem!
Am 4.4.2009 wird Ylka bei der "JP Unterland" erfolgreich vorgestellt: Ergebnis: guter 2. Preis mit 117 Punkten - erster Hase: schwierige Spur, schlägt nach ca. 400 m einen Haken in einen Weinberg, Spurlaut kam etwas spät, und nach einem weiteren Haken im Weinberg musste Ylka mehrmals weiträumig bögeln, um die Spur wieder zu finden und weitere 400 m zurück ins Feld zu verfolgen - also Abzüge in LAUT und SPURSICHERHEIT - leider konnte bis in den Nachmittag hinein kein weiterer Hase gefunden werden, an dem Ylka bessere Leistungen hätte zeigen können. Wasser, Schußfestigkeit, Führingkeit volle Punktzahl, ebenso eine klasse Vorstellung mit voller Punktzahl beim Stöbern: Ylka wird am Dickungsrand geschnallt, krempelt die Dickung um, ohne an Wild zu kommen, wird dabei von allen angestellten Richtern gesehen, wechselt nach ca. 7 min in Sichtweite (ohne Kommando) in die Nachbardickung um dort ebenfalls passioniert weiterzusuchen. Kommt nach weiteren 5 min erneut in Sichtweite und wird auf Anweisung der Richter abgerufen.